Warburg Kommentare: Bilderatlas Mnemosyne
Warburg Kommentare: Bilderatlas Mnemosyne
Der Bilderatlas Mnemosyne ist ein unvollendetes Projekt des Kunst- und Kulturhistorikers Aby M. Warburg (1866-1929). Der Bilderatlas ist ein Versuch, das abendländische “Nachleben der Antike” abzubilden, das heisst, die Art und Weise wie gewisse Bilder von großer symbolischer, intellektueller und emotionaler Kraft in der Antike auftauchen und dann in der Kunst und Kosmologie späterer Zeiten und Orte, vom alexandrinischen Griechenland bis zur Weimarer Republik, wieder belebt werden. Der 1924 konzipierte Bilderatlas bestand in seinen verschiedenen Ausgestaltungen aus über 60 Holztafeln von etwa 120 x 150 cm, die mit schwarzem Stoff bespannt waren. Auf diesen Tafeln ordnete Warburg Schwarzweißfotografien von Artefakten aus Kunst und Kosmographie sowie Bilder aus Zeitungen und der Werbung und anderes Material an. Mit Warburgs Versuchsanordnungen entstanden neue thematische Konstellationen und visuelle Verknüpfungen. Ein Jahrhundert nachdem Warburg das Bilderatlas-Mnemosyne-Projekt konzipierte, setzt sich Alexander Kluge intensiv mit diesem Material auseinander und kommentiert es in Wort, Stand- und Bewegtbildern und Ton.
Bilder aus der Rekonstruktion von Aby Warburgs Bilderatlas Mnemosyne, 1929 (letzte Version) durch Roberto Ohrt und Axel Heil, 2020, erscheinen in den Text- und Videokommentaren mit freundlicher Genehmigung der Urheberrechtsinhaber: The Warburg Institute und fluid editions.
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